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Brit

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Samstag, 4. August 2018, 10:05

Hilfe für Tier und Natur in Not

IGEL IN GROSSER NOT! Igel sind am Verdursten und Verhungern! Es ist zu trocken, das Insektensterben schreitet voran, die Igel finden weder Futter noch Wasser! Oft haben sie auch keinen Zugang zu Gartenteichen oder dichten Hecken, da Zäune und Mauern ihnen den Weg versperren! BITTE stellen Sie Schalen mit Frischwasser auf
Futter-Grundlage: Katzen-Dosen- oder Schälchenfutter, gegartes Geflügel ohne Haut, gegartes Rinderhack.
Bitte keine Nüsse, ich wurde angeschrieben, sie wirken bei Igeln tötlich, sie verdauen sie nicht richtig und Ihnen kann der Darm aufreissen, das endet meist tötlich!
Richtige Igelpflege: http://darmstadt.bund.net/service_…/igelschutz_aber_richtig/
Viele Grüße von
Brit

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
(Antoine de Saint-Exupéry)
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Brit

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Samstag, 4. August 2018, 11:35

NABU

Auch Vögel brauchen Wasser]
Jetzt Vogeltränken aufstellen / Gefiederte Freunde leiden unter Trockenheit
Der NABU bittet Naturfreunde, bei extrem trockenem Wetter Vogeltränken aufzustellen. Das Leben spendende Nass muss allerdings täglich gereinigt und gewechselt werden, um die Vögel vor Krankheiten zu schützen.
Viele Grüße von
Brit

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Brit

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Donnerstag, 16. August 2018, 15:45

nordbayern 14.08.2018

Ist das nur hier oder überall???

Dürre oder Virus: Nürnberger rätseln über Amselsterben

Über 30 tote Vögel allein in diesem Monat im Stadtgebiet entdeckt -
NÜRNBERG - Immer wieder werden in Nürnberg und Umgebung tote Amseln gefunden. Die Frage steht im Raum, ob die Tiere an einer Viruserkrankung gestorben sind.

Eine Joggerin meldete diese Woche der Lokalredaktion drei verendete Amseln, die sie im Pegnitztal-Ost am Wegesrand gesehen hat. Eine Leserin aus Gleißhammer mailt: "Wir haben auf unserem Grundstück in den letzten drei Wochen vier tote Amseln gefunden. Außerdem sieht man hier in der Umgebung keine Amseln mehr, obwohl die Nachbarn ganzjährig füttern. Handelt es sich um die Auswirkungen der Trockenheit oder das Usutu-Virus?" Ein Leser aus Stein meldete gleich zehn Todfunde.

Auf Nachfrage beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) betont Pressesprecher Markus Erlwein, dass es sich dabei um reine Spekulation handele, "wir wissen aktuell noch von keinem nachgewiesenen Usutu-Fall in Bayern". Ohne eine Untersuchung durch Experten sei keine Ferndiagnose möglich, daher könnten auch andere Gründe für den Tod der Tiere verantwortlich sein. Dem LBV sind allein aus Nürnberg diesen Monat 30 verendete Amseln sowie vier weitere Singvögel gemeldet worden.

In den Jahren 2011 und 2012 gab es in Deutschland das erste durch das Usutu-Virus ausgelöste Massensterben unter heimischen Vögeln, insbesondere Amseln. In Bayern sei damals vor allem Unterfranken betroffen gewesen, weiß Erlwein. In den Folgejahren habe sich die Population wieder erholt. Befallene Vögel wirken offensichtlich krank, werden apathisch, flüchten nicht mehr und verlieren ihr Gefieder im Hals- und Nackenbereich, beschreibt der LBV-Sprecher die Symptome. Das tropische Usutu-Virus wird von Stechmücken auf Vögel übertragen.

"Das Virus mit tödlichem Verlauf wirkt sich nur auf Vögel aus", betont Erlwein. Um Verbreitung und Auswirkungen dieser neuen Gefährdungsursache insbesondere für Amseln zu erfassen und zu bewerten, bittet der LBV in Zusammenarbeit mit seinem bundesweiten Partner NABU(Naturschutzbund Deutschland e.V.) um das Einsenden von Todfunden an Virus-Experten. Diese Untersuchungen nimmt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) vor. Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden: Obwohl nach aktuellem Wissensstand keine Infektionsgefahr von den Vögeln ausgeht, wird zum Hantieren mit den toten Tieren das Verwenden von Handschuhen empfohlen. Die Amseln sollten zügig, idealerweise mit einem Tiefkühlakku versehen, gut gepolstert und wasserdicht verpackt versendet werden, so Erlwein weiter. Bei den derzeitigen Temperaturen sei eine Isolation mit Styropor sinnvoll. Und ergänzt: "Es empfiehlt sich besonders vor Wochenenden, die Einsendung mit dem BNI telefonisch abzustimmen." Bitte den Schriftzug "Freigestellte veterinärmedizinische Probe" auf der Verpackung anbringen.

Bürger erfährt Ergebnis
Das Porto trägt der Bürger, die Untersuchung sei kostenlos, so der LBV-Sprecher weiter. Der Absender wird über das Ergebnis informiert; neben der Anschrift dürfen auch der Fundort (mit Postleitzahl) und das Funddatum nicht fehlen.

Claudia Grimnitz vom Umweltamt der Stadt dazu: "Wir empfehlen Nürnbergern, die toten Amseln nach Hamburg zu schicken, um die virologischen Untersuchungen zu unterstützen." Bislang seien der Behörde lediglich zwei verendete Vögel gemeldet worden.

Kontakt: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg; Tel. (0 40) 4 28 18-8 62
Viele Grüße von
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Sonntag, 19. August 2018, 11:51

Abendzeitung 17.08.2018

Hier also auch ....


Immer mehr tote Vögel
Neues Virus tötet Amseln - Bürger sollen helfen

Steht München ein vom Usutu-Virus ausgelöstes Amselsterben bevor – oder sind wir gar schon mittendrin? Bürger sollen helfen, das zu klären.

München - Wer in Münchens Bäume schaut, sieht sie derzeit deutlich seltener: Amseln. Auch tote Vögel sind von Passanten schon gesichtet worden. Gibt es in München derzeit ein großes Amselsterben? Der Verdacht liegt nahe, denn ein neues Virus, die Infektion mit Usutu, geht derzeit bei Münchens Federvieh um.

Laut Information des bundesweit für Tierseuchen zuständigen Friedrich-Löffler-Institutes in Greifswald wurde das aus Afrika stammende und nach einem südafrikanischen Fluss benannte Usutu-Virus in Europa erstmals um die Jahrtausendwende in toten Wildvögeln, vorrangig Amseln, nachgewiesen.

Im Großraum Nürnberg sind dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern jüngst mindestens 55 tot aufgefundene Amseln gemeldet worden. Sie waren mit dem Virus infiziert.

300.000 Tiere starben bereits an dem Virus
In Deutschland kam es erstmals in den Jahren 2011 und 2012 entlang des Rheins von Freiburg bis Köln zu einem großen Amselsterben. Schätzungsweise 300.000 Tiere waren damals dem Usutu-Virus zum Opfer gefallen. Nach kleineren regionalen Vorkommnissen erfolgte in Deutschland 2016 eine weitere größere Ausbruchswelle, mit der sich das Infektionsgeschehen nach Norden und Osten ausbreitete.
Aussterben werden die Amseln durch das Usutu-Virus

Noch ist unklar, wie das Virus von Afrika nach Europa kam. Einige Experten vermuten, dass infizierten und in Warentransporten versteckten Mücken der große Sprung gelungen sein könnte.

Andere bevorzugen die These, Zugvögel hätten den Krankheitserreger im eigenen Blut oder in anhaftenden Parasiten mitgebracht.
Inzwischen wird das Usutu-Virus in Deutschland jedenfalls überwiegend von heimischen Mücken wie etwa der Gemeinen Stechmücke (Nördliche Hausmücke) von Vogel zu Vogel übertragen. Theoretisch könnte eine virusbelastete Mücke auch Menschen mit dem Usutu-Virus infizieren. Praktisch kommt dies nach aktueller Erkenntnis aber höchst selten vor. Und selbst wenn, eliminiert ein halbwegs intaktes Immunsystem das Vogelvirus wieder, ohne dass man davon etwas merkt.

Könnten nun die auffälligen Amselbeobachtungen tatsächlich erste Anzeichen einer neuen Welle Usutu-Virus-bedingten Amselsterbens sein? Durchaus, so ein wissenschaftlicher Mitarbeiter von der Untersuchungsstelle für Usutu-Viren am Bernhard-Nocht-Institut (BNI) in Hamburg. Denn gegenwärtig würden gehäuft auch aus Bayern, das von vergangenen Wellen weitgehend verschont geblieben war, suspekte tote Amseln an sein Institut zur Analyse geschickt.
Aussagefähige Ergebnisse stehen allerdings noch aus.
________________________________________
Um möglichst umfassende Informationen zur Ausbreitung des eingeschleppten Virus in der heimischen Vogelpopulation zu gewinnen, wünscht sich das BNI zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) weitere Zusendungen.
Engagierte Bürger möchten doch bitte derzeit gefundene tote Vögel luftdicht in einem Gefrierbeutel verstaut via Päckchen an folgende Adresse schicken: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg
Das Porto ist leider vom Einsender zu tragen. Sonstige Kosten entstehen keine. Nach dem Einpacken Händewaschen nicht vergessen (selbst wenn’s bei diesem Virus wohl nichts ausmachen würde).
Viele Grüße von
Brit

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Montag, 8. Oktober 2018, 14:02

Wiesbadener Tageblatt 07.10.2018

Klimawandel fördert das Vogelsterben - auch in Wiesbaden

Von Konstantin Müller

Vor allem Zugvögel finden in und um Wiesbaden immer weniger Futter. Heiße Sommer und Pestizide sollen dafür verantwortlich sein.
WIESBADEN - Ein Rekordsommer liegt hinter uns – und der geht an der Natur nicht spurlos vorbei. Der Klimawandel und die damit einhergehenden milden Winter haben dafür gesorgt, dass Großvögel wie beispielsweise Kraniche oder Störche nicht mehr bis nach Afrika fliegen, sondern in Südfrankreich überwintern. Viele andere Vogelarten bleiben direkt hier. Ein Großteil der 248 heimischen Brutvogelarten ist bereits vom Aussterben bedroht. Das Bundesamt für Naturschutz vermeldete im vergangenen Jahr, dass die Zahl der Brutpaare in Deutschland zwischen 1998 und 2009 von 97,5 Millionen auf 84,5 Millionen zurückgegangen ist. Der Klimawandel setzt die Wildvögel zusätzlich unter Druck.

Laut einer Mitteilung des Naturschutzbundes leiden besonders die sogenannten „Spätheimkehrer“ unter den steigenden Temperaturen. Der Gartenrotschwanz, der Trauerschnäpper, die Nachtigall oder der Pirol beispielsweise bekommen nach ihrer Rückkehr zunehmend Probleme bei der Futtersuche, da sich etliche Insekten infolge des Klimawandels früher als sonst entwickeln. Kurz- und Mittelstreckenzieher wie der Zilpzalp, viele Drosselarten oder Rotkehlchen könnten besser auf Temperaturumschwünge reagieren, da sie in Südeuropa schneller von klimatischen Veränderungen mitbekommen. Langstreckenzieher sind da weniger flexibel.

Pestizide sind für den Rückgang mitverantwortlich
Der Wiesbadener Hobby-Ornithologe Heinz Rosenberg merkt dennoch an, dass viele Vögel aufgrund ihrer Mobilität noch relativ gut gegen die Folgen des Klimawandels gewappnet sind. „Im Gegensatz zu anderen Tier- und Pflanzenarten haben die Vögel einen Vorteil: Ist es zu kalt oder zu warm, fliegen sie einfach dorthin, wo es ihnen passt“, sagt er. Trotzdem sieht auch er im Klimawandel Gefahren. Besonders der trockene Sommer hätte seine Spuren hinterlassen: „Vögel brauchen Wasser, im Sommer gab es ja keine Pfützen, Bäche waren teilweise trocken“, sagt Rosenberg: „Amseln, Sperlinge oder Meisen baden auch gerne, das machen sie um Schädlinge loszuwerden.“

Das Münchener Umweltinstitut macht vordergründig die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft für den Rückgang der Vogelpopulation verantwortlich. Diese zerstörten den Lebensraum für Insekten wie etwa Schmetterlinge oder Hummeln, dadurch verschwinden auch die Vögel. Zusätzlich nähmen sie die Pestizide direkt über Nahrung und Wasser auf. Rosenberg bestätigt diesen Trend. Dadurch, dass Felder nach der Ernte sofort wieder bestellt würden, wachse kein natürlicher Lebensraum – dadurch fehle es an Brutplätzen und Nahrung.

„Der Mensch ist egoistisch“
Das Problem sieht Rosenberg nicht direkt bei den Landwirten, sondern eher in der Profitgier der Gesellschaft: „Der Mensch ist egoistisch“, sagt Rosenberg, „ich habe große Bedenken, ob wir die Natur retten können. In China werden aufgrund des Bienensterbens schon große Plantagen von Menschen per Hand bestäubt. Das ist doch Wahnsinn.“

Maik Sommerhage, Vogelschutzreferent beim Nabu Hessen sieht das ähnlich: „Menschen kaufen einen Grill für 2.000 Euro und legen darauf dann Würstchen, die 99 Cent kosten.“ In politischer Hinsicht gebe es aktuell zwar eine Vielzahl wichtiger anderer Themen, dennoch „vergessen wir vollkommen, dass wir uns unsere Lebensgrundlagen wegnehmen.“

Schale mit Wasser ist schon ein guter Anfang
Was kann man tun? Rosenberg hält es für sinnvoll, immer eine flache Schale voll Wasser nach draußen zu stellen. Auch das zusätzliche Anfüttern mit einem Streufuttergemisch könne nicht schaden. Englische Forscher hätten herausgefunden, dass auch die ganzjährige Fütterung gut für Wildvögel sei. Laut Sommerhage müsste zuerst wieder vermehrt Lebensraum für Insekten geschaffen werden, dann ginge es auch den Vögeln besser. „Gartenbesitzer müssen nicht jeden Samstag ihren Rasen mähen“, sagt der Vogelschutzreferent, „hilfreich ist es auch, heimische Gewächse anzubauen, wie beispielsweise Holunder, Sonnenblumen oder beerentragende Sträucher.“

Darüber hinaus sei es sinnvoll, regionale Produkte in Bioqualität zu kaufen - generell sollte man mehr Geld für landwirtschaftliche Erzeugnisse in die Hand nehmen, um schlussendlich Landwirte finanziell zu entlasten. Dadurch können sich Landwirte verstärkt dem Thema Naturschutz widmen und Insekten sowie Vögeln mehr Lebensraum bieten.
Viele Grüße von
Brit

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
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