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Brit

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Freitag, 24. August 2018, 09:35

Komitee gegen den Vogelmord

Vogelschutz-Newsletter 9/2018

Liebe Natur- und Tierschützer,
die Sommerpause ist mit dem Beginn des Vogelzugs beendet - für uns startet jetzt der arbeitsreiche Herbst:
Vogelschutzcamps beginnen

Am heutigen Freitag beginnen gleich an vier Stellen unsere Vogelschutzcamps: Im norditalienischen Brescia, im süditalienischen Kalabrien, auf Malta und Zypern werden ab diesem Wochenende unsere Mitglieder unterwegs sein. Auf Zypern steht die Arbeit gegen den Vogelfang mit Leimruten und Netzen im Vordergrund, auf Malta geht es um den Fang von Watvögeln und Finken mit Netzen und den Abschuss geschützter Arten, das gleiche gilt für Kalabrien. In Brescia stehen in diesem sehr frühen Einsatz die Vogelfänger im Fokus, die mit Schlagfallen Jagd auf Trauerschnäpper und Gartenrotschwänze machen.

Im Laufe des Septembers und Oktobers starten dann weitere Aktionen, u.A. im Libanon, in Spanien, in Serbien und an verschiedenen Stellen Italiens.

Greifvogelverfolgung geht weiter
Die oben erwähnte Sommerpause hat ihren Namen kaum verdient. Die Greifvogelverfolgung in Deutschland geht unvermindert weiter – wir haben alleine im Juni und Juli 8 Fälle dokumentiert, darunter den Fang eines Habichts mit einem Telleisen in einer Hühnerhaltung im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) und die Vergiftung eines Uhus in Soest (Nordrhein-Westfalen). Und ganz frisch wird aus dem Bayerischen Wald eine Vergiftungsserie gemeldet.

Storchenmassaker auf Malta
Auf Malta wurden wir Zeuge einer beispiellosen Wilderei-Serie: Vor zwei Wochen erreichten 18 Weistörche die Insel. Schon am ersten Tag wurden drei Vögel geschossen, die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter am Tag darauf verhaften. In den Folgetagen verschwanden trotz unserer Bewachung und ständiger Polizeipräsenz immer mehr Vögel. Letztes Wochenende waren es noch 6 Tiere, gestern wurde nur noch ein Storch gemeldet! Die maltesische Jägerschaft macht die EU dafür verantwortlich: Weil sie den Finkenfang verboten hätten, seien die Jäger nun so frustriert, dass sie die geschützten Tiere aus reinem Trotz schießen würden!

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass wir trotz der zahlreichen Erfolge in vielen Teilen unserer Einsatzgebiete noch einen langen Weg vor uns haben.

Auf unserer Internetseite werden wir in den nächsten drei Monaten regelmäßig über den Fortgang der Aktionen berichten – schauen Sie mal rein:
http://www.komitee.de/content/aktionen-u…uch-herbst-2018
Viele Grüße aus Bonn
Alexander Heyd
--
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/CEO)

Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
Bundesgeschäftsstelle
An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

Tel.: +49 228 66 55 21
Fax : +49 228 66 52 80
Email: komitee@komitee.de

Website (deutsch): www.komitee.de
Website (english): www.komitee.de/en/homepage
Facebook (deutsch): www.facebook.com/Komitee.CABS
Facebook (english): www.facebook.com/CABS2011
Twitter: https://twitter.com/cabs_reports
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Brit

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
(Antoine de Saint-Exupéry)
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Brit

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Montag, 10. September 2018, 11:31

Vogelschutz Newsletter 10/2018

Liebe Natur- und Tierfreunde,

die großen Vogelschutzcamps des Komitees gegen den Vogelmord sind am Wochenende gestartet, die ersten Aktionen unterdessen bereits abgeschlossen. Hier kommt der neueste Stand der Dinge mit ein paar positiven Nachrichten:

Frankreich: Ortolanfang am Ende
Eine Komitee-Aktion im südfranzösischen Departements „Les Landes“ hat ein großartiges Ergebnis erbracht: Wir konnten keine einzige aktive Ortolanfangstelle mehr finden. Von hunderten Fangstellen im Jahr 2011 ging es auf fünf aktive Stellen im Jahr 2017 zurück, nun gibt es offenbar keinen Ortolanfang mehr! Sieben Jahre haben wir gegen den illegalen Fang der vom Aussterben bedrohten Ammernart gekämpft und am Ende trotz aller Widerstände aus Politik und seitens der kriminellen Wilderer gewonnen!

Malta: Watvogelfang geht deutlich zurück
Ähnlich wie in Südfrankreich sieht es auf Malta aus: Der illegale Watvogelfang mit Schlagnetzen kommt durch unsere Arbeit fast zum Erliegen. Hier setzen wir auf die Befliegung mit Kleinflugzeugen, mit denen wir problemlos die Netze entdecken und filmen können. Während wir vor fünf Jahren noch mehr als 20 aktive Fangstellen hatten, sind es in diesem Sommer noch vier! Die Stellen, an denen mitteln elektronischer Lockanlagen und künstlicher Teiche Grün- und Rotschenkel, Mornell- und Sandregenpfeifer und eine ganze Reihe anderer Watvögel gefangen werden, wurden an die Polizei gemeldet.

Brescia: Aktion gegen Trauerschnäpperfang
Im norditalienischen Brescia, wo wir sonst erst im Oktober unser großes Vogelschutzcamp haben, waren wir nun zum Monatswechsel August/September erstmals mit 5 Teams im Einsatz. Unser Ziel waren Wilderer, die Trauerschnäpper mit Schlagfallen fangen. Das Ergebnis ist Besorgnis erregend: Wir konnten acht aktive Fangstellen finden – neun Personen wurden überführt, 180 Schlagfallen, 16 Stellnetze, 6 kleine Schlagnetze und 26 Bogenfallen wurden ebenso sichergestellt wie 4 Flinten samt Munition. Das Problem ist offenbar weiter verbreitet, als wir bislang dachten. Eine Sommeraktion in Brescia werden wir dauerhaft in unser Programm mit aufnehmen müssen.

Libanon, Zypern, Malta: Aktionen haben begonnen
Während diese ersten kleinen Aktionen nun abgeschlossen sind, haben die großen Vogelschutzcamps des Komitees haben begonnen: Auf Zypern schon Mitte letzter Woche, im Libanon und auf Malta am Wochenende. Auf Zypern, wo wir die Aktion mit Unterstützung der Stiftung Pro Artenvielfalt durchführen, konnten die Komitee-Teams bereits über 160 Leimruten und zwei Netze abbauen, zwei Wilderer wurden überführt – ein guter Start. Im Libanon und auf Malta geht es wieder um den Schutz durchziehender Greifvögel und Störche. Auf Facebook und in unserem Online-Tagebuch berichten wir wie immer zeitnah über die Aktionen. Es wird auf jeden Fall ein spannender Herbst!

Unser Tagebuch finden Sie hier:
http://www.komitee.de/content/aktionen-u…uch-herbst-2018

Beste Grüße, Alexander Heyd

--
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/CEO)

Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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Fax : +49 228 66 52 80
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Brit

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Gestern, 14:44

Vogelschutz-Newsletter 11/2018

Liebe Natur- und Tierfreunde,

heute endet unser Vogelschutzcamp im Libanon, andere Aktionen laufen unterdessen auf Hochtouren.

Libanon – 9 Wilderer erwischt!

Nach 10 Einsatztagen ist heute unser drittes Vogelschutzcamp im Libanon zuende gegangen. Die Aktion war ein Wechselbad der Gefühle für das international besetze Komitee-Team. Unsere Mitglieder mussten tagtäglich dramatische Jagdsituationen miterleben, von Schwalbenmassakern über massenhafte Abschüsse von Wespenbussarden bis hin zum Handel mit ungezählten gefangenen Singvögeln. Selbst für erfahrene und „hart gesottene“ Aktivisten waren manche Situationen fast unerträglich.

Auf der anderen Seite konnten wir feststellen, dass unsere Anwesenheit tatsächlich Wirkung zeigt: Nach anfänglichem Zögern reagierte die Polizei auf unsere Anrufe. Wo erste zaghafte Polizeiaktionen stattfanden, verließen die Wilderer oft für Tage ihre angestammten Jagdgebiete. In Eghbe, einem Schwerpunkt der Greifvogeljagd unweit von Beirut, konnten wir während des Einsatzes drei Wilderer erwischen, im Bekaa-Tag an der syrischen Grenze waren es insgesamt sieben, einer davon ein Mann mit 17 Netzen zum Singvogelfang.

Die Aktionen waren zum Teil haarsträubend gefährlich. Insbesondere im Gebiet um Baalbek, das noch vor kurzem zu Teil von Milizen des „Islamischen Staats“ kontrolliert wurde, waren unsere Teams massiven Bedrohungen durch die schwer bewaffneten Wilderer ausgesetzt.

Wir haben bislang bereits drei Videos zu dem Einsatz im Libanon veröffentlich. Heute Nachmittag kommt ein weiteres (mit Aufnahmen vom Fall des Vogelfängers mit den 17 Netzen) hinzu, ein fünftes dann am Sonntag. Sie finden die Videos hier:
http://www.komitee.de/content/aktionen-u…p-libanon-septe

Zypern – Rückgang des Vogelfangs?

Auf Zypern beobachten unsere Teams einen Rückgang des Vogelfangs. In den ersten drei Wochen unseres Einsatzes haben wir 10 Netze und 364 Leimruten gefunden, 4 Wilderer konnten überführt werden. Das klingt vielleicht viel, ist aber sensationell wenig: Im letzten Jahr hatten wir im gleichen Zeitraum noch 39 Netze und über 800 Leimruten gefunden. Ob sich dieser erfreuliche Trend fortsetzt, werden die nächsten Wochen des Einsatzes zeigen.

Serbien – Aktion gegen illegale Wachteljagd

In Kooperation mit der Bird Protection and Study Society Serbia (BPSSS) haben Komitee-Mitglieder in den letzten Tagen 14 illegale Lockanlagen für die Wachteljagd gefunden. Die elektronischen Geräte werden von Jägern betrieben, um nachts ziehende Wachteln an ihre Jagdplätze zu locken. Alle Anlagen wurden stillgelegt und 2 Jäger nach unseren Hinweisen von der Polizei erwischt.

Mehr Infos gibt es wie immer in unsrem Online-Tagebuch:
http://www.komitee.de/content/aktionen-u…uch-herbst-2018

Beste Grüße aus Bonn
Alexander Heyd
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