Eigentlich kommt der erste Storch erst Mitte März in das Nest. Doch durch die milden Temperaturen hat sich der Vogel früher gezeigt. BARSSE Frohe Kunde für alle Storchenfreunde, Natur- und Tierliebhaber. Auf dem vom Freundeskreis der Freiwilligen Feuerwehr Barßel errichteten Storchennest bei der Mühle ist der erste Storch gelandet. Ob Männchen oder Weibchen lässt sich nicht feststellen. Dass der erste Storch sich zu dieser Jahreszeit schon eingefunden hat, war auch sehr überraschend für die Blauröcke. Eigentlich kommen die Störche erst Mitte März angeflogen. „Vielleicht liegt es am auch jetzigen warmen Wetter“, so die Feuerwehrkameraden. Erst Mitte Februar hatten sie die Wohnstube von Meister Adebar wieder auf Vordermann gebracht.
„Wir haben das Nest wohnlich hergerichtet“, sagt Heino Weyland, Initiator des Storchennetzes bei der Barßeler Windmühle. Weyland, Horst Schillmöller, Gregor Hibben, Georg Hoffbuhr und Georg Sobing haben den umfangreichen Hausputz in der Wohnung der Glücksbringer vorgenommen. Das Wohnzimmer für die Störche in luftiger Höhe in zwöf Metern ist wieder bestellt. „Es fehlen nur noch die Mieter. Es ist exquisit eingerichtet“, meint Georg Sobing. „Es liegt in der Natur der Sache, dass nach dem Auszug der Störche das Nest verunreinigt ist. Da wollte ich auch nicht wohnen“, so Gregor Hibben. Zusammen mit seinem Feuerwehrkollegen Sobing hat er sich mit einem Hubsteiger in die schwindelerregende Höhe zur Reinigungsaktion begeben. Dabei waren Eimer, Handfeger, Schüpp und Bohrer. Dazu überjähriges Heu, Birkenzweige sowie ein wenig Holzschredder.
Das Quartier für die schwarz-weißen Vögel hat einen Durchmesser von 120 Zentimetern. Auf einem runden Rahmen ist ein Nest aus Weidenzweigen konstruiert worden. Auch hier wurden Zweige erneuert. Darauf wurden kleine Birkenzweige verstreut, die zum Nistbau anregen. Der Clou dabei: Kalkspritzer imitieren Vogelkot, damit die Störche das Nest leichter annehmen.
Nun fehlt nur noch der richtige Partner und die Paarung kann losgehen. In den vergangenen Jahren hat sich immer Nachwuchs eingestellt. Das sollte auch wohl dieses Jahr klappen. Zuerst kommt aber immer das Männchen an und sichert das Nest. Es dauert nicht lange, bis auch seine „Frau“ eintrifft. Die Ehe ist bei Störchen nicht lebenslang, es kann auch sein, dass es ein anderes Weibchen ist, dass dann Hochzeit feiert. 2018 sind drei Jungstörche groß geworden. Insgesamt haben 17 Jungstörche vom Nest an der Mühle den Flug in den Süden angetreten.
Viele Grüße von Brit
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)