Silvester - 11:00 Uhr. Schon zu dieser Zeit gab es keine Pfannkuchen mehr bei uns zu kaufen. Offensichtlich hamstern die Leute jetzt kein Klopapier mehr, sondern Pfannkuchen. Also ab ins Berliner Umland, auf der Suche nach einer Bäckerei mit Pfannkuchen. Trotz der Berliner Ausgangsbeschränkungen dürfen wir ja bei triftigen Gründen das Haus verlassen. Und wenn "keine Pfannkuchen zu Silvester" kein triftiger Grund ist, was dann?
Wir nutzten die Gelegenheit, bei der Suche auch Kraniche zu fotografieren - natürlich nur aus dem Auto heraus, allerdings ohne Mund- und Nasenschutz.
Hier unsere Ausbeute:
Auf einem weiteren Feld einträchtig zusammen mit Wildgänsen.
Eine dritte Gruppe nutzte die unmittelbare Nähe und Ruhe von unserem neuen, in betrieb genommenen Weltstadtflughafen BER für eine Rast.
Sie können einem schon leidtun in diesen Zeiten - die "Bewohner" des Landwehrkanals. Aber glücklicherweise gibt es genug Tierliebhaber, die ihnen helfen, mit Zufütterung über den Winter zu kommen. Leider geschieht es nicht immer artengerecht, es wird einfach zu viel Brot verfüttert. Aber woran würden viele von ihnen sonst sterben - an der falschen Ernährung oder vor Hunger?
Fast ein Bericht wie jeder andere, nur das Ende nicht.
Eine sicherlich (hoffentlich) einmalige Begegnung in unserem Garten, d.h. eigentlich auf dem Vordach von unserem Nachbarn. Leider in dem Geäst kaum zu erkennen, ein Greifvogel, der sich einen von unseren Wintervögeln geschnappt hat. Zwar traurig, aber immer noch "besser" als wenn sich eine Katze einen fängt und nur damit spielt.
Ein fast vogelfreier Bericht aus dem Garten - dafür mit viel Schnee:
Hier überwintern unsere Agaven. Sie sind jetzt schon so groß, dass man sie nicht mehr durch eine Tür bekommt. Schauen wir mal, was im Frühling von ihnen übrig geblieben ist.
Wer was auf sich hält, hat natürlich in Corona-Zeiten ein Homeoffice. Hier ein Blick aus selbigem in den nächtlichen Garten:
Also ich könnte mir als Kranich einen besseren Überwinterungsort vorstellen.
Aber das Berliner Umland ist einfach schöner als die Extremadura.
Wo sonst findet man so "reichlich Nahrung" wie auf einem zugeschneiten und vereisten Feldweg?
Normalerweise fliegt bei mir so ein Mäusebussard schon weg, wenn ich nur daran denke ihn eventuell fotografieren zu wollen. Bei ihm hier hatte ich eher Sorge, dass er eventuell festgefroren ist.
Kurz bevor mein Auslösefinger steifgefroren war, flog er dann endlich los und bescherte mir diese Bildserie. Möge er zur Belohnung eine Maus erbeutet haben.
Leider kein seltener Gast, eher Stammgast in unserem Garten - Nachbars Katze / Kater (Genaues weiß man nicht).
Was wir aber genau wissen, sie / er liebt Vögel. Die hier...
... oder solche:
Als Stubentiger wäre er uns lieber, freilaufend eher weniger. Vogel- und Katzenfreund in einer Person funktioniert einfach nicht. Trotzdem, in Russisch Blau könnte man sich verlieben.
Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen.
Gut getarnt.
Zumindest heute war nichts zu holen aus unserem Garten.
Zugegeben, beim Bau unseres Weltstadtflughafens BER ist einiges schief gelaufen, aber man sollte auch die positiven Seiten zeigen.
Die Flughafenlampen wurden z. B. zum Schutz vor Vögel mit "Verhüterlis" versehen. Wie viele davon sich allerdings darüber totgelacht haben, ist uns nicht bekannt.
Er träumt von dem "Spießbraten" neben ihm.
Nun aber zu unseren Hauptakteuren - den Kranichen. Kein Schnee mehr, weniger Kraniche, aber trotzdem hier ein paar hoffentlich schöne Bilder von ihnen:
Auch er ist auf Futtersuche, ...
... allerdings auf andere Art.
Leider kein Eisvogel in Sicht.
Wieder zu Hause, flog ein Kranichtrupp über unserem Haus in Richtung Osten zu seinen Brutgebieten. Vielleicht haben wir einige von ihnen sogar kurz vorher noch gesehen.
So langsam lichten sich die Reihen. Einen kleineren Trupp Kraniche haben wir aber noch entdeckt.
Wir werden uns wohl allmählich auf Störche umstellen müssen. Jonas, einer der Senderstörche, von denen wir jedes Jahr berichten, ist bereits auf den Heimflug. Leon, der zweite Senderstorch, ist "verschollen". Hoffentlich ist nur sein Sender ausgefallen.
Frühlingsanfang - Winter und Kraniche ade. Der letzte größere Kranichtrupp ist wohl jetzt auch auf dem Flug in die Brutgebiete. Vereinzelt ein paar von ihnen haben wir noch angetroffen, sie werden uns wohl treu bleiben. Entsprechend spärlich fällt auch dieser Bericht aus.
Er ist weder aufgespießt noch angewachsen!
Kurz und schmerzlos - das war die Kranichsaison 2020/21. Storchensaison 2021 kann beginnen.